Sonntag, 1. Juni 2014

Sonntag, 25.05.2014



Müde, müde, müde. Der Tag war lang und anstrengend. Total herausgerisssen aus dem Hier und Jetzt, zurückgeworfen ins Dort und Dann. Aber es hat sich gelohnt. Die Firmung war wirklich schön. Ich hatte mir nach der schrecklichen Erstkommunion-Messe in Frankfurt nicht viel von der Firmmesse erwartet und war dann sehr positiv überrascht. Es war feierlich, die Leute waren angemessen ruhig, und bei der Predigt des Weihbischofs hätte man zwischenzeitlich eine Stecknadel fallen hören können, so still war es. So viel gebannte Aufmerksamkeit habe ich selten in einer Messe erlebt.
Und natürlich ein bisschen Rührung, als meine Butterblümchen gefirmt wurden und über die Geschenke und guten Worte hinterher. Ein Geschenk besonders tückisch, weil es mich dazu verführt, es im nächsten Jahr noch mal zu wagen mit einer Firmgruppe. Da kennt jemand sehr genau die Knöpfe, die er bei mir drücken muss. Aber wir werden sehen...

Nach all dem Trubel war ich froh, zurück ins Kloster zu kommen, auch wenn ich das Gefühl habe, ich fange wieder von vorn ab. Aber nicht ganz, denn einige Anspannungen ganz unterschiedlicher Natur sind heute von mir abgefallen, und ich hoffe, das bremst das Gedankenkarussell ein wenig ab.

Abendessen, Eucharistiefeier, bei der ich so platt bin, dass ich kaum Piep sagen kann. Aber was für ein Kontrast. Morgens Messe mit hunderten von Menschen in der brechend vollen Kirche. Und abends Eucharistie im ganz kleinen Kreis von neun Leuten. Und doch im Kern dasselbe. Schön die Varianten, schön die Konstanten.

Und nun falle ich todmüde ins Bett und schlafe den Schlaf der rechtschaffen müden Firmkatechetin.

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